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vor Zelta Zonk
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Gründungsmitglieder der Klasse 13 von links: Stephan, Klaus-Peter, Peter, Andreas P., Dietmar, Michael und Andreas H.
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Versetzen wir uns einmal zurück: Es ist Anfang 1972. Von den 'elf entscheidenden Jahren des Rock' (laut musikexpress, August 2004) haben die Jahre 1956, 1964, 1967 und 1969 bereits stattgefunden, das fünfte dieser entscheidenden Jahr beginnt gerade.
Während Musik von 1956 höchstens die Kindergartenzeit begleitet oder den Geschmack der Eltern beeinflusst, sind die Helden dieser Geschichte 1964 bereits Teenager oder auf dem Weg dorthin. Sie haben den Durchstart von Beatles, Rolling Stones, Kinks, Bob Dylan und aller ihrer Musikkollegen erlebt, so wie die ersten Miniröcke.
1967 stellt dann den Inbegriff des "Alles ist möglich" dar. Die musikalischen Stile fächern weit auf: Die Beatles bringen ihren 'Sgt. Pepper', Jimi Hendrix legt mit 'Are You Experienced?' los und Velvet Underground, Pink Floyd, Doors, Jefferson Airplane, Mothers Of Invention und Cream betreten die Bühnen. Auch wenn sie das nicht gleich in Berlin tun, so sind sie zumindest als LPs präsent. Plattenläden wie ZIP (damals in der Uhlandstraße, Berlin) befriedigen mit ihren Importen die Neugier der Fans. Im Kino laufen 'Zur Sache Schätzchen' mit der jungen Uschi Glas, Micheangelo Antonionis 'Blow Up' und 'Die Reifeprüfung' mit Dustin Hoffmann und dem Soundtrack von Simon & Garfunkel. In Berlin wird die Kommune K1 gegründet.
Zwei Jahre später, 1969, ist trotz erster Mondlandung und erstem Flug der Concorde der Schwung aus dem Optimismus 'raus. Die Beatles nehmen Abschied mit 'Abbey Road', die Stones lassen es mit 'Let It Bleed' krachen, die Who bringen mit 'Tommy' die erste glaubwürdige Rockoper und Led Zeppelin starten mit ihrer zweiten LP (nur 'II' genannt) nun endgültig durch. Mit Blind Faith wird die erste Supergroup präsentiert, Jimi Hendrix holt zu seinem Meisterwerk 'Electric Ladyland' aus und Eric Burdon schafft Fusionblues mit '... Declares War'. Und in Deutschland regt sich Neues: Amon Düül II veröffentlichen 'Phallus Dei'. Im Kino läuft der Kultfilm 'Easy Rider' und macht Harleys und Steppenwolf auch bei uns bekannt.
1972 stehen die ersten unserer Teenager an der Schwelle zum Twen. Der Glam Rock wird durch David Bowie und die New York Dolls populär und elegant, Bowies 'The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars' setzt die Maßstäbe. Auch Lou Reed liefert mit 'Transformer' ein Werk ab, das einen Prototyp für spätere Musikrichtungen darstellt. Die Spannweite in der Musik ist immer noch groß. Sie reicht von dem Erstling der Eagles (das gleichnamige Album) über T.Rex, Elton Johns 'Honky Chateau', Alice Coopers 'School's Out' bis den deutschen Can mit 'Ege Bamyasi' und Tangerine Dreams 'Zeit'. Der Progressive Rock kommt nun auch verstärkt in Deutschland an mit Alben von Genesis ('Foxtrot'), Yes ('Fragile' und 'Close To The Edge'), Strawbs ('Grave New World'), Jethro Tull ('Thick As A Brick') oder Renaissance ('Prologue') - und als Spezialität die Italiener Premiata Forneria Marconi ('Storia Di Minuto').
Im Kino setzen der 1971 erschienene Film "Uhrwerk Orange" von Stanley Kubrick mit dem Soundtrack von Walter Carlos (heute: Wendy Carlos) und "Cabaret" mit Liza Minelli und Joel Grey Impulse, die unsere Protagonisten faszinieren.
In der elften Klasse der Fritz-Karsen-Schule in Berlin-Britz machen 1972 Ulrich Strehlow (Ulli) - Gitarre, Klaus Büchel - Drums und Gerhard Pandura - Gesang ihre ersten musikalischen Schritte und nennen sich 'Abraxas'. Sie sind offen für allerlei Experimente und scheuen nicht davor zurück, gelegentlich auch mit exotischen Vocals zu proben, so wie bspw. dem Gesang von Klaus-Dieter Schwob (KD).
In der zwölften experimentieren unabhängig von ihnen Mathias Martens ("Math") - Gitarre und Ronald Spannekrebs - Gitarre/Flöte mit Blues und Folk.
In der dreizehnten sind seit etwa zwei Jahren aktiv: Dietmar Bartels ("Dino") - Gitarre (ein rotschwarzer Stratocaster Nachbau mit Stickern von Noma Lüüd und von Uschi Obermaier), Peter Gröllmann ("Grölli") - Gitarre, Andreas Pirner ("APi") - Bass, Piano und Andreas Hoffmann - Drums. Sie werden von den regelmäßig anwesenden Mitschülern Stephan Gipp ("Alfred E"), Michael Marquardt ("MiMa") und Klaus-Peter Heckel ("Tier") unterstützt. Die Clique unternimmt auch sonst viel gemeinsam, sie feiern Parties, gehen zusammen ins Kino, zu Rock-Konzerten und in die Diskotheken, eben das was man so tut, wenn man in einer gemeinsamen Schulklasse ist.
Die musikalischen Aktivitäten aller drei Klassenstufen werden von der Musiklehrerin Dörte Hartwich (später Hartwich-Wiechell) gefördert und unterstützt. Sie unternimmt mit ihnen in Musik-AGs den damals noch unerhörten Versuch, Pop- und Rock-Musik zu analysieren. Dazu bringen u.a. die Schüler ihre Lieblingsplatten mit in den Unterricht. Und die Analyse erfolgt sowohl "klassisch musiktheoretisch" als auch "zielgruppengerecht", sprich so wie es die Schüler wollen, verstehen und akzeptieren.
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Die Arbeit von Dörte Hartwich mündet 1974 in dem Buch " Pop-Musik -- Analysen und Interpretationen" (Arno Volk Verlag, Köln, ISBN 3-87252-078-4). Andreas und Stephan tragen dazu u.a. dadurch bei, dass sie 1973 Fragebogenergebnisse auf Lochkarten stanzen ...
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Die anfangs namenlose Band der dreizehnten Klasse experimentiert ab Mitte 1969 mit Blues und improvisierten, freien Ein-Akkord-Stücken, die von Amon Düül und von Ten Years After inspiriert sind. Aus dieser Zeit hat sie den Arbeitstitel Noma Lüüd & Sssh Ltd., was die einflussgebenden Elemente wohl eindeutig widerspiegelt.
Das Bild zeigt den "Plakatentwurf" für ein (natürlich rein fiktives) Konzert in der Berliner Philharmonie(!).
Immerhin findet ein Live-Auftritt dieser Formation in einer Berliner SEW-Kneipe statt, an den sich die beteiligten Musiker dank des als Entlohnung üppig sprudelnden Freibiers nur sehr bruchstückhaft erinnern.
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1971 kommen Mathias Martens (g) und Ronald Spannekrebs (fl/g) aus der darunterliegenden Klasse dazu, die Musikbereiche Folk und Blues werden verstärkt beackert. Die Band spielt zu der Zeit nur Instrumentals, u.a. das Stück Bouree von Jethro Tull.
Etwas später stößt Klaus Büchel (drums) dazu. Dietmar Bartels und Andreas Hoffmann widmen sich verstärkt anderen Interessen und scheiden aus.
Soweit bekannt gibt es aus dieser Phase (bis Ende 1972) keine Tonaufnahmen.
Weiter geht es mit Phase 2: Zelta Zonk.
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